22.04.2024

Strahlenburg wird ab heute wieder angestrahlt

Nur kurz vor und während des Mathaisemarkts – diese Aufnahme stammt vom 18. Februar – war die Strahlenburg wieder beleuchtet. Seit dem 12. September musste sie wegen der Energieeinsparverordnung des Bundes im Dunkeln bleiben. Ab heute Abend soll es wieder hell werden. Foto: Dorn
Nur kurz vor und während des Mathaisemarkts – diese Aufnahme stammt vom 18. Februar – war die Strahlenburg wieder beleuchtet. Seit dem 12. September musste sie wegen der Energieeinsparverordnung des Bundes im Dunkeln bleiben. Ab heute Abend soll es wieder hell werden. Foto: Dorn

Die Bundesverordnung zum Energiesparen ist ausgelaufen.

Schriesheim. (hö) Die Strahlenburg soll voraussichtlich ab dem heutigen Dienstag wieder beleuchtet sein. Das teilte das Rathaus auf RNZ-Anfrage mit. Neben dem Schriesheimer Wahrzeichen wird auch die Illuminierung des Alten Rathauses und am Schillerplatz wieder eingeschaltet.

Am Samstag war die Bundesenergieeinsparverordnung, die seit dem 1. Septem­ber galt, ausgelaufen. Demnach mussten die zuvor angestrahlten Bauwerke im Dunkeln bleiben – unter anderem auch das Heidelberger Schloss (das auch nach dem 15. April vorerst nicht wieder beleuchtet wird). In Schriesheim wurde diese Vorgabe – eine Folge der im letzten Jahr befürchteten Energiekrise nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs – zum 12. September umgesetzt.

Nur kurz vor und während des Mathaisemarktes war die Burg-Beleuchtung wieder an, denn für kulturelle Veranstaltungen galt eine Ausnahme (RNZ vom 20. Februar). Bürgermeister Christoph Oeldorf hatte sich schon gefreut, dass die Burg nun auf Dauer nicht mehr dunkel bleiben würde, denn Ende Februar sollte die Energiesparverordnung auslaufen; doch die Bundesregierung verlängerte dann doch bis Mitte April.

Aber wenn doch schon lange bekannt war, dass die Burg ab Samstagabend wieder beleuchtet werden durfte, wieso dauert es jetzt doch bis Dienstag? Darauf sagt das Rathaus: "Wir bitten um Verständnis, dass die Inbetriebnahmen der Beleuchtungen entsprechende technische Vorarbeiten erfordern, sodass eine kurzfristigere Umsetzung leider nicht möglich war."

Wäre eine dauerhafte Nicht-Beleuchtung der Schriesheimer Sehenswürdigkeiten – analog zum Heidelberger Schloss – auch denkbar gewesen? Das habe man, so sagt die Stadtverwaltung, "selbstverständlich in Erwägung gezogen", aber wegen "der charakteristischen Bedeutung dieser markanten Orte im Stadtgebiet wurde jedoch entschieden, die Beleuchtung wieder einzuschalten".

Oeldorf findet: "Die Strahlenburg ist das überregional bekannte Wahrzeichen unserer Stadt. Sowohl für die Schriesheimer als auch für Besucher dient die weithin sichtbare Strahlenburg als Orientierungs- und Anziehungspunkt. In den Abendstunden wird dies durch die Beleuchtung unterstützt. Das historische Rathaus und der Schillerplatz sind zentrale Orte in unserer Stadt, an denen Menschen, allen voran in den kommenden Sommermonaten, gerne zusammen kommen. Die Beleuchtung dieser Bereiche trägt maßgeblich zur Steigerung der Aufenthaltsqualität bei und unterstützt zugleich das Sicherheitsgefühl der Nutzer."

Mit Zeitschaltuhren soll die Beleuchtung je nach Jahreszeit so reguliert werden, dass möglichst viel Energie eingespart wird. Aber wäre aus demselben Grund nicht eine Umrüstung auf LED sinnvoll? Zumindest hält es das Rathaus mittelfristig für denkbar: Denn auf dem Sportplatz muss das Flutlicht ausgetauscht werden – und dann könnte man die Burg-Strahler gleich mitmachen. Nun muss die Fachfirma klären, "inwieweit eine Umrüstung der Strahlenburgbeleuchtung auf LED wirtschaftlich zweckmäßig und technisch umsetzbar ist".

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung